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Leinsamengel in nur 3 Schritten schnell selber machen

Leinsamengel in nur 3 Schritten schnell selber machen Leinsamengel in nur 3 Schritten schnell selber machen
Leinsamengel selber machen

Leinsamengel in nur 3 Schritten schnell selber machen

Leinsamengel selber zu machen ist eine tolle Möglichkeit, um gelockte Haare zu pflegen und zu stärken. Leinsamen enthalten viele Nährstoffe und Omega-3-Fettsäuren, die dazu beitragen, dass die Haare gesund und glänzend aussehen.

Außerdem können Leinsamen dabei helfen, Schuppen und trockene Kopfhaut zu reduzieren.

Bei der Anwendung kannst du im Grunde nichts falsch machen. Für die Herstellung solltest du lediglich die folgenden Dinge beachten, damit das Gel auch direkt beim ersten Versuch gelingt.

Inhaltsverzeichnis

Schritt 1: Leinsamengel selber kochen – günstig und schnell

Leinsamen auf Esslöffel über Schale

Um Leinsamengel selber zu machen, benötigst du folgende Zutaten:

  • 3 EL Leinsamen (ca. 40 g)
  • 250 ml Wasser

Du kannst das Gel später mit einigen anderen Zutaten nach Belieben modifizieren, jedoch solltest du zunächst mit dem Basisprodukt anfangen, um herauszufinden, was zu deinem Haar am besten passt.

Es ist wichtig, dass du in diesem Fall ganze Leinsamen für dein Leinsamengel verwendest. Geschrotete Leinsamen geben ihre Inhaltsstoffe zwar bereitwillig ab, sorgen jedoch für schwer filterbare Teilchen im Gel, welche du sicherlich nicht in den Haaren haben möchtest.

Die Leinsamen einfach in einen sauberen Topf geben und das Wasser dazu geben. Dann das Ganze bei mittlerer Hitze erwärmen und unter ständigem Rühren warten, bis es anfängt zu kochen.

Über die Dauer des Kochens gibt es verschiedene Ansichten. Fakt ist, dass wenn du es zu lang kochst, du Schwierigkeiten haben wirst, die Masse durch ein Sieb zu bekommen. Daher empfehlen wir die Masse lediglich kurz aufzukochen und dann im heißen Zustand möglichst schnell zu filtern.

Extra Tipp: Dass das Gel fertig ist, erkennst du daran, dass es auf dem Löffel bereits leichte Schleimspuren beim Abfließen zieht.

Normal: Ein leicht fischiger Geruch beim Kochen ist völlig normal – er kommt von den Omega-3-Fettsäuren im Leinsamen und verschwindet wieder vollständig, sobald deine Haare getrocknet sind.

Leinsamengel auf Löffel zieht Fäden

Schritt 2: Leinsamengel filtern und anpassen

Im nächsten Schritt benötigst du für dein selbst gemachtes Leinsamengel folgende Utensilien:

  • Sieb
  • Schale
  • Rührwerkzeug (Löffel, Schneebesen oder Pürierstab)
Leinsamen in Sieb nachdem Leinsamengel gefiltert wurde

Das frisch gekochte Leinsamengel solltest du im heißen Zustand nun durch ein Sieb in eine saubere Schale laufen lassen.

Achtung: Dies ist der häufigste Grund, warum es vielen Leinsamengel-Startern nicht direkt gelingt, ihr eigenes Gel selber zu machen.

Das Gel darf nicht zu dickflüssig sein. Die Gründe dafür, dass ein Gel zu dickflüssig geworden ist, sind im Allgemeinen, dass entweder zu wenig Wasser genommen oder zu lang gekocht wurde.

Sollte dir dasselbe passiert sein, kannst du versuchen das Leinsamengel zu retten, indem du es mit Kraft durch einen Strumpf presst. Aber generell ist das kein angenehmes Unterfangen.

Daher besser direkt darauf achten, dass du ein Sieb mit passender Maschenweite nutzt und das Gel mit genügend Wasser und angemessener Kochdauer herstellst.

Die ausgesiebten Leinsamen musst du danach nicht direkt wegwerfen: du kannst sie noch 2 bis 3 Mal mit frischem Wasser erneut aufkochen, bevor sie ihre gelbildende Wirkung verlieren – praktisch, wenn du eine größere Menge Gel auf einmal herstellen willst.

Wenn du das Gel nun doch an deine Bedürfnisse anpassen möchtest, kannst du das natürlich tun. Am besten eignen sich dazu die folgenden Zutaten:

  • Öl deiner Wahl (bspw. Jojobaöl) – für zusätzliche Pflege deiner Haare und Geschmeidigkeit
  • Vitamin E – zum Schutz vor freien Radikalen
  • Seidenprotein – für außerordentlichen Glanz und für den Proteinbedarf deiner Haare
  • Duftzusätze – für einen angenehmen Duft (sei vorsichtig mit der Verwendung ätherischer Öle, nicht jeder verträgt diese gut)

Es gibt noch etliche weitere Zusätze, die du gesondert in einem anderen Blogbeitrag von uns finden kannst.

Im letzten Schritt geht es an die Aufbewahrung deines selbst gemachten Leinsamengels. Dabei gilt es ein paar Dinge zu beachten, um möglichst lang etwas davon zu haben.

Schritt 3: Leinsamengel richtig aufbewahren

Leinsamengel in Einmachglas auf Metalltisch

Wenn du die Standard-Variante von Leinsamengel selber machst, bist du in jedem Fall sehr günstig unterwegs, denn Leinsamen kosten nicht viel Geld.

Eine Sache ist nicht ganz so optimal: Das Gel ist nicht besonders lang haltbar. Bei Aufbewahrung bei Raumtemperatur kann man von einer Haltbarkeitsdauer von ca. 3 Tagen ausgehen.

Mit der Aufbewahrung im Badezimmer solltest du allerdings vorsichtig sein. Hier herrscht ein besonders feuchtes und warmes Klima, was dazu führen kann, dass dein Gel besonders schnell verdirbt.

Um das zu vermeiden gibt es einige Tipps, die du beachten solltest. Zunächst ist es wichtig, dass du für den gesamten Prozess möglichst saubere Werkzeuge und Gefäße verwendest. Jede zusätzliche Verunreinigung kann zu einer schnelleren Verkeimung führen.

Besonders empfehlenswert ist die Verwendung von destilliertem Wasser. Damit stellst du sicher, dass du von Beginn an möglichst wenig Keimpotential in dein Gel einbringst. Wenn du unsicher bist, ob ein Gefäß wirklich sauber ist, kannst du es mit Alkohol in Form von Ethanol kurz reinigen.

Damit das Gel länger hält, kannst du es im Kühlschrank aufbewahren. Dazu empfehlen wir dir das Gel direkt in handliche Portionen zu verpacken, sodass du lediglich die Menge an Leinsamengel aus dem Kühlschrank holst, die du für deine Haare benötigst.

Wir verwenden dazu kleine Einmachgläschen mit Bügelverschluss. Diese enthalten eine gut dosierte Menge und lassen sich leicht befüllen. Im Kühlschrank sollte das Gel ca. 1 bis 2 Wochen haltbar sein.

So erkennst du, dass es schlecht geworden ist: ein säuerlicher Geruch, sichtbare Schimmelflecken oder eine schleimig-fadenziehende Konsistenz, die sich deutlich von der normalen Gel-Textur unterscheidet. Im Zweifel lieber entsorgen und eine frische Portion kochen – gerade weil du hier ohne Konservierungsstoffe arbeitest.

Bevor du das Gel aus dem Kühlschrank verwendest, ist es besser es zuvor auf Raumtemperatur erwärmen zu lassen. Das ist kein Muss, aber führt in der Regel dazu, dass die Definition durch das Gel besser herauskommt.

Leinsamengel in Eiswürfelform

Neben der Aufbewahrung im Kühlschrank funktioniert auch die Lagerung im Gefrierschrank. Eine der einfachsten Möglichkeiten dies zu tun, ist das Gel in eine Eiswürfelform zu füllen. Die Leinsamen-Eiswürfel lassen sich zur Benutzung einfach aus der Form herausdrücken.

Das Leinsamengel kann dann auf verschiedene Arten verwendet werden. Du kannst es sogar im gefrorenen Zustand auf das Haar auftragen. So wird dein Haar wohldosiert mit dem Feuchtigkeit spendenden Gel versorgt. Du kannst auch einfach warten, bis das Gel in einer Schale auftaut. Dann musst du es allerdings nach dem Auftauen nochmals gut durchrühren, um das Wasser wieder mit der Gelmasse zu verbinden. Letztlich kannst du das Gel auch nochmals kurz aufkochen. Dann musst du natürlich bis zur Verwendung warten, dass es wieder abgekühlt ist.

Praktischer Tipp: Wenn dir das ständige Neu-Kochen und die kurze Haltbarkeit im Alltag zu aufwendig sind: Bei OLD SPIRIT NATURALS gibt es genau dieses Leinsamengel bereits fertig gekocht – am nächsten am Original kommt unsere Pure Moisture-Variante, mit demselben Fokus auf intensive Feuchtigkeit wie dein selbst gekochtes Gel, aber ohne den wöchentlichen Aufwand.

Gelcast: Warum sich deine Locken hart anfühlen – und was du dagegen tust

Wenn deine Haare nach dem Trocknen erst einmal steif und fast spröde wirken, hast du wahrscheinlich nichts falsch gemacht. Das Leinsamengel bildet beim Trocknen eine feine, schützende Hülle um jede einzelne Locke – den sogenannten Gelcast. Er hält deine Lockenstruktur während der empfindlichen Trocknungsphase in Form und schützt sie vor Frizz.

Ist das Haar komplett durchgetrocknet, ist der nächste Schritt entscheidend: das „Scrunch out the Crunch". Dabei knetest du deine Locken sanft mit den Händen von unten nach oben, bis sich die harte Hülle löst. Darunter kommen weiche, definierte und bewegliche Locken zum Vorschein – die Härte war also nur eine Zwischenstation, kein Endergebnis.

Wichtig dabei: Warte, bis das Haar wirklich vollständig trocken ist, bevor du den Cast aufbrichst. Zu früh gescrunchtes Haar neigt eher wieder zu Frizz, weil die Struktur noch nicht stabil genug ist.

Wie solltest du das Leinsamengel in den Haaren anwenden?

Gelockte Frau, die sich verunsichert am Kopf kratzt

Das Leinsamengel kannst du auf vielfältige Weise verwenden. Besonders beliebt geworden ist die Anwendung bei gelockten Frauen und Männern. Das Gel betont und definiert die eigene Haarstruktur und versorgt das Haar optimal mit der notwendigen Feuchtigkeit und Nährstoffen. Dabei ist die Anwendung keine Neuentdeckung, sondern lediglich ein Revival, welches uns ganz besonders freut.

Du kannst das Gel sowohl als Kur einsetzen, als auch als Leave-In Conditioner oder zum Stylen und Auffrischen deiner Locken. Wichtig ist, dass du das Leinsamengel ins feuchte Haar einmassierst. Am besten mit der Praying-Hands-Methode oder der Raking-Methode.

Bei der Anwendung als Kur wird das Gel nach kurzer Einwirkdauer wieder gründlich ausgespült. Die Häufigkeit der Anwendung hängt von deinem individuellen Bedarf ab. Von einmal alle zwei Monate bis zweimal die Woche ist alles denkbar.

Bei Anwendung als Leave-In Conditioner solltest du beachten, dass du die Menge richtig dosierst, da du ansonsten eventuell fettig erscheinende Haare bekommst. Auch solltest du das Gel nicht in deinen Haaransatz massieren, um zu vermeiden, dass dein Volumen reduziert wird. Genau so hält es sich bei der Verwendung als Styling-Gel.

Häufige Fragen

Wie lange ist selbstgemachtes Leinsamengel haltbar?

Bei Raumtemperatur etwa 3 Tage, im Kühlschrank 1 bis 2 Wochen. Eingefroren – am praktischsten in einer Eiswürfelform – hält es sich mehrere Monate.

Für welchen Haartyp eignet sich Leinsamengel?

Grundsätzlich für gewelltes bis stark lockiges und coiliges Haar (Typ 2a bis 4c) sowie für die Curly-Girl-Methode. Feines Haar sollte eher sparsam dosieren, damit es nicht schwer wirkt.

Wie oft sollte ich Leinsamengel anwenden?

Als Kur reicht je nach Bedarf einmal alle zwei Monate bis zweimal pro Woche. Als Leave-In oder Styling-Gel kannst du es bei jeder Haarwäsche verwenden.

Gibt es eine fertige Alternative, wenn mir das Selberkochen zu aufwendig ist?

Ja – dazu mehr im Fazit unten.

Leinsamengel selber machen lohnt sich – aber es ist nicht für jeden Alltag

Leinsamengel ist eine natürliche Methode, um deine Haare mit dem Besten zu versorgen, was die Natur zu bieten hat. Es kostet kaum etwas und du brauchst nur zwei Zutaten.

Ehrlich gesagt braucht es aber auch ein bisschen Übung, bis Konsistenz und Timing passen – und weil es ohne Konservierungsstoffe auskommt, musst du es regelmäßig frisch kochen, statt es einmal auf Vorrat zu haben.

Wenn dir genau das im Alltag zu aufwendig ist: Wir stellen bei OLD SPIRIT NATURALS genau dieses Leinsamengel her – echt gekocht, ohne Silikone und Sulfate, in drei Varianten (Classic, Silky Touch, Pure Moisture) – für alle, die dieselbe Wirkung wollen, ohne selbst zu kochen.

Wir wünschen dir in jedem Fall viel Spaß bei der Herstellung deines ersten eigenen Leinsamengels.

KATRIN & JONAS

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