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Locken stylen mit Leinsamengel: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zu Traumlocken

Locken stylen mit Leinsamengel: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zu Traumlocken Locken stylen mit Leinsamengel: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zu Traumlocken
Anleitung

Locken stylen mit Leinsamengel: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung zu Traumlocken

Wer sich mit seinen Locken beschäftigt, kommt an Leinsamengel und den passenden Styling-Techniken nicht vorbei. Diese Anleitung führt dich einmal komplett durch – von der richtigen Menge bis zum letzten Handgriff, der aus einem harten Gel-Cast weiche, definierte Locken macht.

Inhaltsverzeichnis

Schritt 1: Die richtige Menge bestimmen

Um die richtige Menge zu bestimmen, kannst du dich an Menschen mit ähnlicher Haarstruktur oder Lockenart orientieren. Falls dir das zu aufwendig ist, gibt es einen schnellen Trick: Nimm deine Haare zu einem Zopf zusammen – der Durchmesser dieses Zopfs ist ein guter Maßstab für die Menge Leinsamengel, die du zum Styling brauchst.

Schritt 2: Gel gleichmäßig einarbeiten (Praying Hands)

Sobald die Menge feststeht, geht es weiter. Sind deine Haare an diesem Punkt nicht mehr triefend nass, mach sie mit einer Wassersprühflasche noch einmal nass. Dann arbeitest du das Gel ein – am gleichmäßigsten gelingt das mit der Praying-Hands-Methode: Du legst deine Haare zwischen die flachen Hände und fährst wie „betend" langsam daran entlang.

Empfehlung: Silky Touch

Für einen zuverlässigen, aber nicht zu harten Cast eignet sich unser Silky Touch besonders gut – die enthaltenen Ölanteile mildern die Cast-Härte etwas ab, ohne die Definition zu verlieren.

Schritt 3: Locken einkneten (Scrunchen)

Nachdem das Leinsamengel gleichmäßig verteilt ist, knetest du deine Locken: Die Haare von unten nach oben in die Hand nehmen und sanft ins Haar drücken. In der Curly-Welt heißt diese Technik „Scrunchen".

Schritt 4: Optional – Styling mit der Lockenbürste

Wer eine stärkere Definition möchte als beim natürlichen Trocknen, kann eine Lockenbürste einsetzen – direkt nach Schritt 2, noch vor dem Scrunchen. Wichtig dabei: Die Haare sollten komplett entwirrt und knotenfrei sein, damit die Bürste sanft hindurchgleiten kann. Du kannst hier zum Beispiel Locken eindrehen oder einfach vorsichtig durchbürsten und dann mit Schritt 3 weitermachen.

Schritt 5: Lufttrocknen oder Diffusor?

Hier scheiden sich die Geister. Beides hat Vor- und Nachteile. Lufttrocknen ist die sanftere, natürlichere Methode – dauert aber länger, und die Locken können sich währenddessen etwas aushängen. Nasses Haar ist außerdem empfindlicher als trockenes. Ein Diffusor trocknet schneller und hält die Definition durch das Gel meist zuverlässiger. Du kannst auch beides kombinieren: erst eine Weile lufttrocknen, dann diffusen. Zu welchem Team gehörst du?

Schritt 6: Den Gel-Cast auskneten (SOTC)

Nahaufnahme von dicht definierten, blonden Spirallocken von hinten

Foto: Friseurstudio Stylbruch

Sind deine Locken vollständig trocken – wirklich zu 100 %, ohne Restfeuchtigkeit –, hat sich der sogenannte Gel-Cast gebildet: eine feste Schicht, die sich beim Trocknen um die Locken legt und sie hart wirken lässt. Leinsamengel erzeugt trotz seiner Natürlichkeit einen spürbaren Cast. Ein einfacher Test hilft dir bei der Einschätzung: Drücke vorsichtig an einer dickeren Stelle deiner Haare – fühlt sich alles gleichmäßig fest und trocken an, ohne kühle Stellen, ist der Cast bereit zum Auskneten. Kühle Stellen bedeuten, dass darunter noch Feuchtigkeit steckt.

Diesen knetest du jetzt aus – die Technik heißt „Scrunch Out The Crunch" (SOTC), zu Deutsch etwa „die Kruste auskneten". Zwei Varianten haben sich bewährt: entweder in derselben Bewegung wie beim Einkneten, oder als sanftes „Klatschen" – dabei nimmst du die Haare wie bei der Praying-Hands-Methode zwischen die Hände und klatschst behutsam. Du musst SOTC übrigens nicht zwingend sofort nach dem Trocknen machen: Ist der Cast vollständig ausgehärtet, kannst du auch mit ihm schlafen und ihn erst am nächsten Morgen auskneten – die Bewegung im Schlaf übernimmt dann sogar einen Teil der Arbeit. Am besten schützt du den Cast über Nacht mit einer Seidenhaube oder einem Seidenkissenbezug, damit er möglichst intakt bleibt.

Zwei häufige Fehler beim SOTC: Wird der Cast ausgeknetet, bevor das Haar wirklich vollständig trocken ist, entsteht Frizz statt Definition. Und: Wer zu wenig Gel verwendet, dessen Cast hält oft nicht über Nacht – im Zweifel lieber etwas großzügiger auftragen als zu sparsam. Ein Tipp zum Schluss: Ein bis zwei Tropfen leichtes Haaröl (z. B. Argan-, Jojoba- oder Mandelöl) auf den Handflächen machen das Auskneten geschmeidiger und geben den Locken extra Glanz.

Fazit: Weiche, definierte Locken

Wenn du diese sechs Schritte bei deinen Locken anwendest, bekommst du weiche, definierte und – dank des Leinsamengels – glänzende Locken. Der wichtigste Schritt ist dabei oft der unscheinbarste: Geduld beim Trocknen, bevor du den Cast auskneten. Der Rest ist Übung.

Titelbild: designed by @magnific – Magnific.com

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